Angebot

In Schule und Wohnen bieten wir 24 Plätze für Kinder und Jugendliche im Schulalter an.

Unsere Schule

In drei Klassen werden je 8 Schüler nach individuellen Lernzielen unterrichtet. Der Unterrichtsstoff richtet sich nach den Lehrplänen der aargauischen Volksschule (Primar-/Realschule).

Wir führen drei Klassen mit acht Kindern, in welchen entsprechend dem Leistungsniveau der Kinder unterrichtet wird. Im Schulheim Friedberg werden Kinder auf Primar-, Real- und Kleinklassenniveau unterrichtet. Wir gehen in allen Fächern individuell auf das Können und den Wissensstand der Schüler ein. Wir fordern und fördern diese entsprechend, indem wir ihnen zu Beginn erreichbare Ziele setzen.

Die eingesetzten Hilfsmittel im Schulheim Friedberg sind vielfältig und erlauben einen individuellen, den Bedürfnissen der Schüler angepassten Unterricht. Es werden kleine Lerngruppen gebildet, um den Schülern angepasst arbeiten zu können. Um dies zu unterstützen, begleitet eine zusätzliche Lehrperson zeitweise den Unterricht. Textiles Werken, Allgemeines Werken und Hauswirtschaftsunterricht sind feste Bestandteile im Stundenplan.

Als Zeugnisse werden die Beurteilungsinstrumente des Kantons Aargau verwendet. Vor den Sportferien werden schulische Zwischenberichte erstellt. Am Ende des Schuljahres erhält der Schüler ein Zeugnis der entsprechenden Schulstufe.

Das Leben im Schulheim

In drei Wohngruppen werden je 8 Kinder betreut und in der Alltagsbewältigung unterstützt.

Der sozialpädagogische Alltag ist geprägt durch klare Strukturen und durch Rahmenbedingungen, welche die Selbständigkeit der Kinder fördern und weiterentwickeln. Je nach Entwicklungsstand werden die Strukturen der Entwicklung angepasst. Das Kind erhält den ihm entsprechenden Spielraum, um Methoden zur Alltagsbewältigung zu erlernen. Mit dem Stufenmodell wird dieser Prozess gestaltet und begleitet. Durch die Rahmenbedingungen des Internatsbetriebes gelangen die Kinder zu mehr Selbständigkeit, Eigenkontrolle und Selbstvertrauen für ihr tägliches Leben. Dieser Prozess beinhaltet auch die Förderung der Verantwortung, sei es für sich selbst oder für andere.

Die Individualität jedes Einzelnen wird anerkannt und akzeptiert. Durch klare Regeln und konsequente Handlungen wird den Kindern der Rahmen geboten, um ihre eigene Entwicklung in die richtige, individuelle Richtung einzuschlagen.

Das Kind soll seine Ressourcen kennen lernen und diese erweitern. Die Orientierung mit dem Fokus auf die Lösungen ist uns in der täglichen Arbeit wichtig. Die gemeinsame Zielformulierung ist dabei ein zentrales Element. Das Kind soll mit Hilfe des Stufenmodells von der Fremdbeobachtung durch die Mitarbeitenden zur Selbstbeobachtung hingeführt werden. Dadurch kann es seine Ziele immer autonomer formulieren und sich sukzessiv weiterentwickeln. Die monatlichen Stufenauswertungsgespräche unterstützen diesen Prozess. Das Stufenmodell ermöglicht dem Kind, durch positives Verhalten sich mehr persönliche Möglichkeiten zu erarbeiten.

Das Arbeiten mit der ICF-gestützten Förderplanung zeigt uns, dass die Kinder oft schon wissen, wie sie etwas verändern können, was ihnen gut tut und wie die Entwicklung positiv zu beeinflussen ist. Dieses Vorgehen ist handlungsorientiert und der Weg selber ist das Ziel.

Der Jahresablauf in etuna friedberg ist geprägt durch verschiedene Rituale und Anlässe, die auch jahreszeitbedingt sind. Sich wiederholende Abläufe im Tages-, Wochen- und Jahresverlauf vermitteln Sicherheit. Somit werden Übergänge bewusst gestaltet.

Wochenend- und Freizeitgestaltung sind wichtige Bestandteile unserer täglichen Arbeit. Das Zusammenleben von acht Kindern stellt eine hohe Anforderung an die Sozialkompetenz jedes einzelnen Kindes. Dies sowie die „Umgangsformen“ werden in der Gruppe mit jedem Kind thematisiert. Durch diese Auseinandersetzung hat das Kind die Möglichkeit, sich in der Sozialkompetenz weiter zu entwickeln.

Die Wochenenden und freien Nachmittage sind teilweise begleitet, aber auch für die eigene individuelle Freizeitgestaltung gedacht. Die geführten Aktivitäten haben zum Ziel, den Kindern durch Erlebnisorientierung Zutrauen zu vermitteln sowie positive Erfahrungen im Umgang mit Neuem machen zu können. Auch die positive Wahrnehmung des eigenen Körpers wird bewusst gemacht. Die Kinder erkennen, dass sie sich auf etwas Unbekanntes einlassen und dieses mit Erfolg bestreiten können. Sie entdecken ihre Stärken und Fähigkeiten und entwickeln ein gesundes Selbstwertgefühl.

Wir ermöglichen den Kindern auch, Angebote ausserhalb von etuna friedberg zu nutzen. Dies ermöglicht Kontakt, losgelöst vom Heimbetrieb und fördert die Fähigkeiten zur Reintegration. Die Teilnahme an einer Schulsportaktivität oder der Beitritt in einen Verein wird durch uns aktiv unterstützt.

Ferien-/Lagerwochen sind ebenfalls ein fester Bestandteil in der Jahresplanung. Im Winter findet ein obligatorisches Ski-/Snowboardlager statt. Eine ebenfalls obligatorische Herbstferienwoche wird von den Wohngruppen oder auch gruppenübergreifend für Ferien und Unternehmungen genutzt.

Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist für uns ein wichtiger Teil im sozialpädagogischen Prozess. Wenn die Eltern unsere Arbeit als Unterstützung akzeptieren, resultiert daraus für das Kind eine bessere Entwicklungsperspektive. Es ist uns wichtig, die Eltern am Alltag der Kinder teilhaben zu lassen. Der Austausch an den Wochenenden beim Abholen und Zurückbringen der Kinder ist eine institutionalisierte und wichtige Kontaktmöglichkeit. Es findet mindestens einmal im Jahr ein Elternanlass mit der Wohngruppe statt.

Manchmal braucht es mehr

Unsere Kinder und Jugendlichen nutzen weitere Möglichkeiten, die die Gemeinde Seengen und die Region Seetal anbieten.

Die Kinder können neben den internen Angeboten auch externe Angebote nutzen.

Dies sind im Speziellen

- Schulsport in Seengen
- Musikschule Seengen
- Vereine
- Bibliothek Seengen

Die Gemeinde Seengen bietet zudem ein reiches Vereinsleben in verschiedenen Sparten, die die Kinder und Jugendlichen je nach persönlichen Interessen und Entwicklungsstand nutzen können.