Stiftung etuna

Unsere Angebote sind auf die Bedürfnisse unserer Klienten abgestimmt.

Sie stützen sich auf die Leistungsvereinbarung mit dem Kanton Aargau. 

Die Diagnostik

Wir führen verschiedene Abklärungsformen durch.

Mit Hilfe standardisierter Diagnostikverfahren wird ermittelt, welche Form der Unterstützung für das Kind am geeignetsten ist. Je nach Thema des Kindes kann die Abklärung umfassend oder auf einen Teilbereich beschränkt sein.

Der Dialog mit den Eltern und Lehrpersonen spielt dabei immer eine zentrale Rolle.

Die Psychomotorik-Abklärung

Die Psychomotorik-Abklärung ist eine ganzheitliche Einschätzung des Kinds und seiner aktuellen Umfeldsituation. Sie stützt sich auf ein Testverfahren sowie auf Gespräche mit seinen Eltern und Lehrpersonen.
Sie erfasst seinen Entwicklungsstand im Bereich der Motorik sowie der Körper- und Raumwahrnehmung und berücksichtigt dabei auch die emotionalen und sozialen Kompetenzen des Kinds. Die Einbettung im familiärem Umfeld, die aktuelle schulische Situation wie auch die Entwicklungen der letzten Monate und die Stärken des Kinds sind weitere wichtige Faktoren der Abklärung.

Mit Hilfe der Abklärungsergebnisse sowie der Gespräche mit Eltern und Lehrpersonen versuchen wir, uns ein möglichst genaues Bild davon zu machen, wo die Ressourcen des Kindes liegen und in welchen Bereichen es in seiner Teilhabe eingeschränkt ist.
Anschliessend werden mögliche Förder- oder Therapiemöglichkeiten aufgezeigt.

Diese Abklärungsform ist vor allem bei komplexen Einschränkungen angezeigt.

Die Grafomotorik-Abklärung

Die Grafomotorik-Abklärung erfasst in erster Linie den grafomotorischen Entwicklungsstand des Kinds. Sie stützt sich auf eine qualitative Einschätzung und Gespräche mit Eltern und Lehrpersonen.

Die Handdominanz-Abklärung

Falls sich das Kind im zweiten Kindergartenjahr noch nicht auf eine Schreibhand festgelegt hat führen wir eine Händigkeitsabklärung durch.

Die Kurzintervention

In der Kurzintervention wird das Kind im Rahmen von maximal 10 Sitzungen zu einem bestimmten Thema (z.B. Grafomotorik, soziale Interaktion mit anderen Kindern etc.) gefördert.

Die Kurzintervention ist bei Kindern angezeigt, deren Einschränkungen nur einen Teilbereich betreffen.

Bei einer Warteliste kann als Überbrückungsmassnahme auch eine Kurzintervention eingesetzt werden. Im besten Fall erübrigt sich dadurch eine Therapie.

Die Psychomotorik-Therapie

Eine Psychomotorik-Therapie ist für Kinder geeignet, die erhebliche Beeinträchtigungen in ihrer Motorik, ihrer Handlungsfähigkeit und ihrer emotionalen Entwicklung aufweisen.

Eine Psychomotorik-Therapie dauert in der Regel rund ein Jahr und findet einmal wöchentlich statt. 
Das Kind besucht die Therapie einzeln oder einer Kleingruppe von zwei bis vier Kindern.
Im geschützten Raum kann es seine motorischen, sensorischen, emotionalen und sozialen Fähigkeiten erkennen und erweitern. Auf diese Weise wird sein Selbstwertgefühl gestärkt und seine Handlungsfähigkeit erweitert. 

Eine tragende, vertrauensvolle Beziehung zwischen dem Kind und der Therapeutin ist dabei unerlässlich. 
Zentrales Arbeitsmittel in der Psychomotorik-Therapie ist die Bewegung. 

 

Keine Psychomotorik-Therapie wird durchgeführt wenn:

  • das Kind aktuell eine Ergotherapie oder Kinderpsychotherapie erhält
  • die Beeinträchtigungen nicht erheblich sind
  • den Schwierigkeiten mit einer Kurzintervention oder mit einer Beratung der Eltern / Lehrpersonen  begegnet werden kann
  • im Umfeld ausreichende Ressourcen für die Förderung des Kindes vorhanden sind
  • sich die Schwierigkeiten des Kinds nicht in erster Linie auf psychomotorische Ursachen zurückführen lassen

Wir stärken das Umfeld des Kindes

Der Austausch und die Zusammenarbeit mit den Bezugspersonen des Kindes ist uns wichtig.

Beratungen

Begleitend zur Kurzintervention oder zur Psychomotorik-Therapie tauschen wir uns regelmässig mit den Eltern aber auch mit den Lehr- und anderen Fachpersonen aus. Leitende Fragen können dabei sein:

  • was ist dem Kind in der letzten Zeit gelungen?
  • wo sind Entwicklungen sichtbar?
  • was stärkt das Kind?
  • woran müssen wir noch arbeiten?
  • wo ziehen wir am gleichen Strick und wo gibt es unterschiedliche Zuständigkeiten?
  • wie können Eltern und Lehrpersonen die Psychomotorik-Therapie unterstützen?

Nicht jedes Kind, das bei uns angemeldet wird, benötigt eine Kurzintervention oder eine Psychomotorik-Therapie. Kinder, deren Einschränkungen nicht erheblich sind, können oftmals von ihren Bezugspersonen in ihrem gewohnten Umfeld ausreichend gefördert werden ohne dass sie selber eine psychomotorische Massnahme erhalten. Wir beraten Eltern und Lehrpersonen dahingehend, wie sie diese Kinder in ihren speziellen psychomotorischen Bedürfnissen unterstützen können. Häufig erübrigen sich dadurch weitere Interventionen.

Elternanlässe

Bisweilen führen wir Elternanlässe zu bestimmten psychomotorischen Themen oder zu Erziehungsfragen durch. 

Schulung und Präventionsprojekte

Wenn das Thema nicht nur ein einzelnes Kind betrifft

Beratungen und Präventionsprojekte im Schulsystem sollen die Beteiligten dazu befähigen, psychomotorische Auffälligkeiten zu erkennen und einzuordnen, Zusammenhänge zu verstehen und die Klasse oder eine Gruppe von Kindern zu bestimmten psychomotorischen Aspekten selber zu fördern. Dadurch erübrigt sich im besten Fall die Anmeldung der betroffenen Kinder an einer Psychomotorik-Therapiestelle.

Schulungen richten sich an Lehr- und andere Fachpersonen, bei Präventionsprojekten kann die Klasse mit einbezogen werden.

Ressourcenbedingt können wir dieses Angebot nur in kleinem Rahmen durchführen. Anfragen werden direkt an die zuständige Psychomotoriktherapiestelle gerichtet.