Stiftung etuna

Vielfalt als Programm

So unterschiedlich wie die Kinder und Jugendlichen sind, so vielfältig ist auch etuna st. johann mit seinem Angebot.

    Unser Auftrag

    Unser pädagogischer und sozialpädagogischer Auftrag besteht darin, die Kinder und Jugendlichen in ihren Lebens- und Entwicklungsphasen zu unterstützen und zu begleiten. Fördern bedeutet für uns, den Kindern und Jugendlichen Lebens- und Lernfelder zur Verfügung zu stellen, die sie mit ihren Ressourcen nutzen und erfolgreich gestalten können. Dieser Auftrag der Förderung und Betreuung lässt sich nur durch eine sehr enge Zusammenarbeit (Teich- oder Kooperationsmodell) der Bereiche Pädagogik, Sozialpädagogik und Förderangebote erfüllen.

    • 40 Kinder besuchen die fünf Gruppen der Tagesschule
    • 16 Kinder bewohnen die zwei Wocheninternate

    Unser Angebot für die Kinder und Jugendlichen

    • Unterricht, der auf ihre Möglichkeiten und Fähigkeiten abgestimmt ist
    • Betreuung, die sie in ihrem Streben nach Autonomie ernst nimmt
    • Eine anregende Lernumgebung, die vielfältig genutzt werden soll
    • Ein Rahmen, in dem Mitverantwortung eingeübt und gelebt werden kann
    • Gesunde Ernährung
    • Eine gepflegte Infrastruktur, die mit Sorgfalt behandelt wird
    • ÖV-Transport für Oberstufenschüler und -schülerinnen und Bus-Transport für Primarschüler und -schülerinnen

    Von Lösungen und Ressourcen

    Kinder wollen anerkannt, geliebt, wahrgenommen und respektiert werden. Mit unserem Blick auf ihre Fähigkeiten und unseren Fragen nach dem Gelingenden, nehmen wir die Kinder ernst.

    in etuna st. johann wird nach dem Lösungsorientierten Ansatz (LOA) gearbeitet. Der LOA orientiert sich an einem positiven Menschenbild. Das Bekenntnis, sich auf dieses Menschenbild einzulassen, ist eine Grundbedingung für eine konstruktive, wertschätzende Zusammenarbeit aller Beteiligten.

    Die folgenden Annahmen basieren auf dem Menschenbild des LOA und sind wegweisend für unseren Alltag.

    In etuna st. johann gehen wir davon aus, dass

    • alle Menschen ihrem Leben einen positiven Sinn geben wollen und dazu über die nötigen Ressourcen verfügen
    • die Kinder, entsprechend ihrem Entwicklungsstand, die Verantwortung für ihr Tun übernehmen können
    • ein Rahmen für die Entwicklung der Kinder notwendig ist. Deshalb gibt es klare Strukturen und Regeln
    • Fehler als Lernfelder für die persönliche Entwicklung von Kindern und Erwachsenen genutzt werden können. Deshalb reden wir über Fehler

    LOA-Instrumente, die wir in der Arbeit mit den Kindern nutzen

    • Wir unterscheiden zwischen Zielen, die das Kind selber festlegt und Arbeitsschwerpunkten, die durch die Erwachsenen vorgegeben werden
    • Wir formulieren gemeinsam mit den Kindern Ziele und legen für den Weg dahin Kriterien und kleine Schritte fest (Kind als Experte)
    • Wir suchen nach Ausnahmen und Ressourcen
    • Wir suchen positive Aspekte in negativ behaftetem Verhalten (Umdeutungen)
    • Wir nehmen eine fragende Haltung ein
    • Wir reden mindestens die Hälfte des Gesprächs über das, was dem Kind gelingt

    Diese auf Wertschätzung basierende Erziehungsarbeit ist als Förderung, aber auch als Prävention zu verstehen.

    Gemeinsam sind wir stärker

    Wir sind an einer Kooperation zwischen Eltern, Kindern und unseren Mitarbeitenden interessiert. Wir sind davon überzeugt, dass wir gemeinsam mehr bewirken.

    Damit wir gemeinsam erfolgreich sind, müssen die gegenseitigen Erwartungen geklärt sein. Jeder Partner des Bündnisses muss wissen, wozu er sich verpflichtet und was er bekommt.

    Das erwarten wir von den Eltern

    In etuna st. johann gehen wir davon aus, dass

    • die Eltern an gemeinsam formulierten Zielen mitarbeiten
    • die Eltern ihre Kinder in die Verantwortung nehmen
    • die Eltern etuna st. johann als Ort des Lernens wahrnehmen und akzeptieren, dass auch wir lernen
    • die Eltern sich ein realistisches Bild machen von den Entwicklungsmöglichkeiten ihres Kindes
    • die Eltern aktiv an den obligatorischen Anlässen teilnehmen

    Das bieten wir den Eltern an

    Die Eltern dürfen davon ausgehen, dass

    • wir sie als Partner ernst nehmen
    • wir uns für sie und ihr Kind interessieren
    • wir alles tun, was uns möglich ist, damit ihr Kind Fortschritte erzielen kann
    • wir uns auf die Fortschritte ihres Kindes fokussieren
    • wir unsere Arbeitsweise und Rahmenbedingungen transparent machen
    • wir uns in schwierigen Situationen mit ihnen und mit Fachpersonen beraten und sie nicht einfach vor Tatsachen stellen

    Eine lange und wechselhafte Geschichte

    Seit mehr als hundert Jahren bietet das Schulheim St. Johann jungen Menschen Unterstützung an.

    1893Thekla Lang-Schleuniger vermacht ihr Haus dem Schwesterninstitut vom Heiligen Kreuz in Ingenbohl mit der Auflage, darin ein Wohnheim für Not leidende Kinder, meist Halb- oder Vollwaisen, einzurichten. Der Verein «Kinderheim St. Johann» wird gegründet.
    1894Am 7. Mai wird die "Anstalt St. Johann" eröffnet. Bereits 1904 wird eine eigene Hausschule eingerichtet.
    1928Neubau des St. Johann auf der Terrasse oberhalb der Burghalde.
    1930Das Erziehungsheim «Neu-St. Johann» wird eingeweiht.
    1950Der Erweiterungsbau wird bezogen, damit die fast 100 Kinder Platz haben.
    1975Wegzug der Ingenbohl-Schwestern. Das Heim wird geschlossen und die Räume werden vermietet.
    1982Neueröffnung des Schulheim St. Johann als Sonderschule für normalbegabte Schülerinnen und Schüler mit Verhaltensauffälligkeiten (POS).
    1996Das Psychomotorik-Ambulatorium (PMT) für die Region Zurzach wird eröffnet.
    2006Abschluss des ersten Leistungsvertrags mit dem Kanton Aargau.
    2010Grosse Sanierungs- und Neubauten werden abgeschlossen.
    2011Integration der PMT-Stellen Frick, Rheinfelden und Windisch.
    2012Zusammenschluss mit dem Schulheim Schloss Kasteln, dem Schulheim Friedberg und der Psychomotorik Aargau Nord zur Stiftung etuna.

    Unterstützung

    Wir freuen uns, wenn Sie die vielfältige Arbeit der Stiftung etuna auch finanziell unterstützen. Die Vereine «Schulheime St. Johann Klingnau und Friedberg Seengen» und "Gönnerverein Schloss Kasteln" sind dafür besorgt, dass Ihre Spende auch zweckgebunden verwendet wird.

    Grundsätzlich wird die Stiftung etuna durch den Kanton finanziert.

    Es gibt aber immer wieder Anlässe oder Projekte für Kinder, die nicht durch das ordentliche Budget gedeckt werden können oder das Eltern in eine finanzielle Notlage geraten und den Elternbeitrag nicht mehr bezahlen können.

    Dazu verwenden wir ihre Unterstützungsbeiträge

    • Unterstützung von Eltern
    • Mitfinanzierung von Projekten und Anlässen der Standorte (für die Kinder)
    • Mitfinanzierung von Projekten, die der Schülerrat initiiert

    Spendenkonti

    etuna st. johann

    Raiffeisenbank Böttstein, 5314 Kleindöttingen
    IBAN: CH84 8065 2000 0041 3577 9

    etuna friedberg

    Postcheck 50-6515-2
    IBAN: CH79 0900 0000 5000 6515 2

    etuna kasteln

    Raiffeisenbank Aare-Reuss
    5507 Mellingen
    IBAN: CH61 8070 4000 0067 2213 5